Frühstücksglück N° 3: Selbstgemachtes Kokos-Granola

Granola? Wie bitte? Gra... was? Es handelt sich hierbei nicht, wie man vermuten könnte, um ein neues Superfood mit unglaublich vielen Antioxidantien, Omega 3+6 Fettsäuren oder Mineralien. Ich hätte es schlichtweg Müsli nennen können. Knuspermüsli, um ehrlich zu sein. Aber seit ich Granola vor einem Jahr zum ersten Mal selbst gemacht habe, wird es bei mir auch so genannt. Im Bloggerjargon ist das englische Wort bereits offiziell anerkannt und in der konkreten Umsetzung vermag es zumindest eine große Portion Endorphine auszuschütten. Wenn das mal kein Superfood ist...

Mit "Homemade Coconut Granola" eröffne ich also meine dritte Frühstücksrunde. Müsli ist ein so klassisches Frühstück, dass es fast schon banal wirken könnte. Das ist es aber nicht. Schon gar nicht, wenn man es selbst macht. Im Gegensatz zum gekauften Müsli, weiß ich bei meinem Granola, was drin ist und wie viel davon. Was gibt es Besseres, als sich alles aussuchen zu können? Welche Nüsse will ich haben? Welche Kerne und Samen? Wie viel Zucker darfs sein? Soll es überhaupt gesüßt sein und wenn, womit? Die Bandbreite reicht schließlich von Ahornsirup über Honig und Agavendicksaft bis zu Reissirup. Zu den Körnern können sich gerne auch Trockenfrüchte wie Cranberries, Kirschen und Blaubeeren oder Schokolade in zarten Raspeln oder vielversprechenden Stücken gesellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich habe mich diesmal für eine Kokosvariante entschieden, weil ich Kokos von morgens bis abends in all seinen Facetten vernaschen könnte und Frühstück mit Karibikflair besonders in dieser Jahreszeit Wunder wirkt. Beim nächsten Mal wird's dann vielleicht wieder schokoladiger, wie hier bei Nicole Stich. Sehr verlockend.

Rezept Kokosgranola selbstgemachtes Knuspermüsli

Rezept Kokosgranola selbstgemachtes Knuspermüsli

Das benötigt ihr fürs Kokos-Knusperglück:

  • 3 gehäufte EL Kokosöl (das gibt's im Biomarkt)

  • 3 EL Ahornsirup

  • ca. 200 g gemischte Nüsse (ich nehme gerne die Alnatura-Nussmischung) z.B. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pecannüsse...

  • 400 g kernige Haferflocken

  • 150 g Kokoschips (keine Raspeln oder Flocken)

  • 4 EL Kürbiskerne

  • 4 EL Sonnenblumenkerne

  • 2 EL Chiasamen (optional)

  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung

1) Den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2) Das Kokosöl bei leichter Hitze in einem Topf schmelzen lassen und dann mit dem Agavendicksaft verrühren.

3) Die Nussmischung grob hacken und in einer großen Schüssel mit den Haferflocken, Kokoschips, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und ggf. mit den Chiasamen vermengen. Den Zimt und die Kokosöl-Agavendicksaft-Mischung dazugeben und nochmals alles gründlich vermischen.

4) Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse darauf verteilen. Auf der 2. Schiene von unten ca. 25-35 Minuten trocknen und alle 10 Minuten durchrühren. Wenn ihr das Granola den gewünschten Bräunungsgrad erreicht habt hat, das Blech aus dem Ofen nehmen und das Müsli vollständig auskühlen lassen.

5) Nach dem Auskühlen das Granola in Gläser füllen (in Plastikbehältern bleibt es leider nicht knusprig), dort hält es sich luftdichtverschlossen 3-4 Wochen. Munkelt man. Bei mir war es bisher immer vorher schon auf unerklärliche Weise verschwunden.

Das Granola schmeckt wunderbar mit Früchten, Jogurtoder Milch und lässt sich auch hervorragend verschenken. Warum nicht mal Müsli unter den Weihnachtsbaum legen?! Aber Vorsicht, es kann Spuren von Nüssen enthalten!

Bon appétit!