Frühstücksglück N° 5: Klassischer Hefezopf

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Man kann sich auf die Suche nach der verlorenen Zeit begeben, auf die Suche nach dem Sinn des Lebens oder zum Beispiel auf die Suche nach dem perfekten Hefezopf. Ich bin seit längerer Zeit Letzterem auf der Spur und versuche mich ganzjährig an verschiedensten Rezepten - wer sagt denn, Hefezopf passe nur an Ostern? Mittlerweile habe ich schon so manchen frisch gebackenen Zopf mit einem Hauch Butter bestrichen und genussvoll vernascht und war doch nicht hundertprozentig zufrieden. Mal zu fest, mal zu trocken, mal nicht so, wie ich ihn mir ausmale, den perfekten.Ich möchte auch heute nicht verkünden, das Rezept für den weltbesten one and only Hefezopf gefunden zu haben, aber ich habe eines für euch, das sehr nah dran ist. Und mit dieser Meinung bin ich nicht alleine.

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Auf der Suche nach dem einzig wahren Hefezopf bin ich auf Valentinas Kochbuch auf ein Rezept von Cathérine Jamin gestoßen, das sowohl bei der Rezensentin als auch bei allen nachbackenden Lesern helle Begeisterung ausgelöst hat. Mich eingeschlossen.

Klassischer Hefezopf

Rezept für 2 fluffige Hefezöpfe (nach Cathérine Jamin)

Zutaten

  • 240 ml Milch

  • 30 g frische Hefe

  • 80 g Rohrzucker

  • 500 g gesiebtes Mehl (bei mir Dinkelmehl Type 630)

  • 2 Eier (Zimmertemperatur) + 1 Ei zum Bestreichen der Zöpfe

  • 1 TL Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone

  • 1 TL gemahlene Vanille

  • 2 Prisen Salz

  • 100 g Butter (Zimmertemperatur)

  • Mehl zum Bearbeiten

Zubereitung

  1. Die Milch in einem Topf ganz leicht erwärmen. Die Hefe in eine Schüssel bröseln und mit 1 Prise Zucker bestreuen. Die Hälfte der warmen Milch (120 ml) dazugießen und mit 100 g vom Mehl gut verkneten. Den Teig in einer Schüssel zu einem Kreis formen und abgedeckt mit einem feuchten Tuch ca. eine Viertelstunde an einem warmen Ort gehen lassen.

  2. Die restlichen Zutaten (bis auf die verbleibende Milch und die Butter) in eine große Schüssel geben. Den Teigansatz hinzufügen und alles miteinander verkneten. Die Milch dazugeben und den Teig weitere 8-10 Minuten kneten, bis er beginnt, sich von der Schüssel zu lösen.

  3. Dann die Butter dazugeben und weiterkneten, bis sich der Teig nochmals von der Schüssel löst. Den Teig zu einer Kugel formen und nochmals mit dem Tuch abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.

  4. Den gegangenen Teig in 6 gleich große Stücke (ca. 150 g) teilen, zu Kugeln formen und nochmals kurz ruhen lassen. Die Arbeitsplatte dann ganz leicht bemehlen (bei zu viel Mehl werden die fertigen Zöpfe schnell fest und trocken) und die Kugeln zu 6 gleich langen Strängen rollen, die zu den Enden hin etwas dünner werden.

  5. Je 3 Teigstränge zu einem Zopf flechten und die Enden etwas zusammendrücken. Die Zöpfe dann mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, das übrige Ei verquirlen und die Zöpfe einmal damit bestreichen. Danach eine weitere Viertelstunde ruhen lassen und in der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  6. Die Zöpfe ein zweites Mal mit dem verbleibenden Ei bestreichen, im Anschluss auf der mittleren Schiene im Backofen 25 Minuten goldbraun backen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Für den Fall, dass ihr euch so lange beherrschen könnt. Wenn nicht: noch leicht lauwarm mit einem Hauch Butter oder etwas Marmelade sind diese Zöpfe einfach fantastisch und am besten!

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Bon appétit!