Daily Delicious: Warmes Ofengemüse für kalte Februartage

Jedes Jahr dasselbe. Schon der Januar hat es nicht leicht. Nach der schillernden Adventszeit kommt er uns vor wie eine kalte, graue Durststrecke. Zum Glück gibt es Neujahrsvorsätze mit denen man in den ersten Wochen hochmotiviert sein Leben in die Hand nehmen kann und es endlich gesünder, fitter, schöner und besser gestalten darf. Doch dann kommt der Februar. Die Vorsätze sind längst wieder in Vergessenheit geraten und es ist noch immer grau, kalt und dunkel. Bis zum Monat März sind es noch ein paar Wochen, der Frühling scheint so weit entfernt. Da könnte man direkt auf die Idee kommen, den Kopf in den Sand zu stecken - durchaus eine plausible Option. Aber ernsthaft? Doch nicht für uns! Der Februar hat es nicht leicht, ja, aber müssen wir es ihm noch schwerer machen und ihn mit Abneigung und bösen Blicken strafen?

Nö! Der Februar ist schlichtweg die Lizenz zum Genießen, Kuscheln und gemütlich machen. Aber so richtig! Schließlich ist er der letzte Monat bevor es wieder deutlich wärmer, heller und grüner wird und sich unser Leben wieder mehr nach Draußen verlagert. Also geht ruhig noch einmal in die Vollen! Schnappt euch Kissen und Kuscheldecke, macht es euch im Bett oder auf dem Sofa gemütlich, zündet ein paar, ach was, ganz viele Kerzen an, gönnt euch einen aromatischen Tee und nach einem langen Tag ein unkompliziertes, aber umwerfend leckeres Abendessen!

Im Moment (wobei eigentlich schon den ganzen Winter über) mache ich mir leidenschaftlich gerne Ofengemüse. Das ist so schnell gemacht, wärmt von innen, bringt Farbe auf den Teller und schmeckt vorzüglich! Daily Delicious in seiner schönsten Form und Grund für mich, hiermit eine neue Reihe zu eröffnen und euch in regelmäßigen Abständen tolle, unkomplizierte Alltagsrezepte zu zeigen.

Doch zurück zum Ofengemüse: Je nachdem welches Gemüse ich gerade vorrätig habe, wandert es für ca. eine 1/2 Stunde in den Backofen und wird danach noch warm genossen - sehr gerne pur, mal mit Hummus, mit Guacamole, mit Sour Cream oder Kräuterquark. Für euch habe ich heute meine derzeit liebste Variante notiert - wen wundert's, Süßkartoffeln dürfen natürlich nicht fehlen!

Für 1 sehr große Portion oder 2 Portionen als Beilage benötigt ihr:

  • 1 Kartoffel

  • 1 rote Bete

  • 1 Bio-Süßkartoffel (so könnt ihr die Schale ganz wunderbar mitessen)

  • 1 Möhre

  • 1 EL Olivenöl

  • 1/2 TL mildes Currypulver (oder scharfes, wenn ihr euch ein wenig einheizen wollt)

  • 1 Messerspitze gemahlenen Kreuzkümmel

  • 1 gehäuften EL Sesam

  • etwas Meersalz

  • frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

Und so geht's:

1) Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

2) Das Gemüse gründlich waschen, die Kartoffel und die Bete schälen. Für die rote Bete nehme ich gerne Einmalhandschuhe (die ich durchaus mehrfach verwende), dann wundern sich am nächsten Tag auch nicht die Kollegen über blutrote Hände. Wen das nicht stört, darf natürlich gerne ohne Handschuhe schälen.

3) Das Gemüse in gleichmäßig große Stücke oder Stifte schneiden - Faustregel: je kleiner, desto schneller steht das Essen auf dem Tisch. In einer Schüssel mit dem Olivenöl, dem Currypulver, dem Kreuzkümmel, dem Sesam sowie etwas Salz und Pfeffer gründlich vermischen und gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.

4) Das Gemüse auf der 2. Schiene von oben ca. 30 Minuten backen, am besten gegen Ende der Backzeit immer mal beim Ofen vorbeischauen damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, da jeder Backofen ein bisschen anders tickt. Dann aus dem Ofen nehmen, kurz etwas abkühlen lassen und noch warm verputzen!

Bon appétit!