Make it happen: Gebackene Grapefruit mit Vanille-Kokos-Creme und Kokosblütenzucker

Anfang April und in Berlin blühen die Kirschbäume. Wer die Zeitumstellung und das Osterfest verpasst haben sollte, weiß spätestens jetzt, dass der Frühling bereits in vollem Gange ist. Die Knospen der Bäume knacken, ein zartes Grün ziert Büsche und Sträucher und abends ist es auf ganz wundersame Weise länger hell. Ich genieße dieses Gefühl von Aufbruch und Neuanfang, das da in der Luft liegt in vollen Zügen. Ein Gefühl, das mir sagt, wann wenn nicht jetzt und why the hell not?

Und während die Tage länger und wärmer werden, träume ich, notiere Gedanken, skizziere Ideen und schmiede Pläne. Meine Finger kribbeln und ich weiß in diesem Jahr, diesem glücksverheißenden Jupiterjahr, wird noch viel Gutes passieren. Auch hier, lasst euch überraschen!

Morgens ist es im Moment meist noch sehr kühl, man möchte sich gerne wärmen und doch ist da schon dieser Appetit auf etwas Frisches, Leichtes. Ein Rezept mit dem sich diese scheinbar gegensätzlichen Wünsche wunderbar vereinen lassen, ist Gebackene Grapefruit. In meiner Version trifft warme, säuerliche Grapefruit mit einer Karamell-Schicht auf kühle, cremige Vanille-Kokos-Creme! Das ist décadence par excellence.

Um der Grapefruit etwas von ihrer herben Säure zu nehmen, verwende ich Kokosblütenzucker. Dieser besondere Zucker ist euch hier auf dem Blog schon Öfters über den Weg gelaufen und es gibt ein paar Gründe, warum ich ihn so gerne verwende. Kokosblütenzucker lässt sich durch seine Konsistenz genau wie herkömmlicher Zucker einsetzen, bringt aber eine Vielzahl von Nähr- und Mineralstoffen mit und hat einen niedrigen glykämischen Index, d.h. er treibt den Blutzuckerspiegel nicht unnötig in die Höhe und sorgt somit auch nicht wie seine konventionellen Kollegen für Heißhungerattacken. Dadurch, dass er nur langsam ins Blut übergeht, wird das Bedürfnis nach Süßem länger gestillt, wir brauchen weniger davon und bekommen dazu noch eine Ladung Vitamine sowie Zink, Magnesium und Eisen. Eine Win-Win-Situation, oder?

Für 1 gebackene Grapefruit benötigt ihr:

  • 1 rosa Grapefruit

  • 2 TL Kokosblütenzucker

  • 1 Dose Kokosmilch (über Nacht in den Kühlschrank gestellt!)

  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille

  • 1 TL Ahornsirup

  • evtl. 1 EL Kokosraspeln

Und so geht's:

1) Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder den Rost mit Backpapier belegen.

2) Die Grapefruit in zwei Hälften schneiden, dann mit einem scharfen Messer bei jeder Hälfte jeweils einmal entlang der Schale schneiden sowie entlang der einzelnen weißen Trennwände zwischen dem Fruchtfleisch. So könnt ihr die Grapefruit nach dem Backen einfacher genießen.

3) Auf jede Hälfte je 1 TL Kokosblütenzucker geben. Den Backofengrill einschalten und die Grapefruit auf der 2. Schiene von oben ca. 10 Minuten backen, bis sie blubbert und der Zucker karamellisiert ist.

4) In der Zwischenzeit die Kokosmilch aus dem Kühlschrank holen, die Dose öffnen und mit einem Löffel vorsichtig die Kokoscreme herauslöffeln, die sich durch das Kühlen oben abgesetzt hat. Die Kokoscreme zusammen mit der Vanille, dem Agavendicksaft und 2 TL des Kokoswassers aus der Dose mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. Das übrige Kokoswasser könnt ihr zum Kochen, für Porridge oder in Smoothies verwenden.

5) Die Grapefruithälften aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, so dass sie nur noch lauwarm sind und mit der Vanille-Kokos-Creme und mit ein paar Kokosraspeln bestreut vernaschen.

Ob morgens, mittags oder abends - mit diesem ofenwarmen Grapefruitgenuss lassen sich ganz wunderbar Pläne schmieden. Macht ihr mit?

Bon appétit!