#Thankyoumoreplease - Mein Dankbarkeitsritual

Mein Dankbarkeitsritual / THE.WAITRESS. Blog

Mein Dankbarkeitsritual / THE.WAITRESS. Blog

Vor zwei Wochen stand ich abends mit einer Freundin in der Dunkelheit vor dem Tempodrom, einer Berliner Konzertlocation. Außer uns weit und breit kein Mensch. Nur Nebel, Nieselregen und Stille, bis zu dem Moment, als wir bei dem Blick auf unsere Konzertkarten in schallendes Gelächter ausbrachen. Das Konzert sollte wie geplant an diesem Tag stattfinden, nur eben erst 2017. Vor lauter Vorfreude auf einen unvergesslichen Abend hatte ich dieses nicht ganz unwichtige Detail einfach übersehen und finde es im Rückblick sogar noch amüsanter: hatte ich die Tickets doch ein paar Tage zuvor mit Express-Versand bestellt!

Momente, wie dieser, in denen mich das Leben mit einem Augenzwinkern überrascht, sind für mich mit die schönsten. Momente, in denen etwas Unerwartetes passiert, mich berührt und zum Lächeln bringt. Wie ein Sonnenstrahl, der plötzlich durch dunkle Gewitterwolken fällt. Wie ein Lieblingssong im Radio, den ich schon viel zu lange nicht mehr gehört habe. Wie eine Postkarte, die morgens im sonst so verlassenen Briefkasten auf mich wartet. Wie ein Wiedersehen mit einer guten Freundin nach viel zu langer Zeit.

Momente, wie diese erfüllen mich mit einem tiefen Gefühl von Dankbarkeit. Dankbarkeit für mein Leben, Dankbarkeit für mich, Dankbarkeit für jeden einzelnen Augenblick und Atemzug, den ich auf diesem Planeten erleben darf. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl - golden und warm, voller Vertrauen, Liebe und innerem Frieden.

Wo Dankbarkeit ist, hat Angst keinen Platz. Wo Dankbarkeit ist, werden die Sorgen ganz ganz klein.

Dankbarkeit ist zu einer festen Begleiterin in meinem Leben geworden. Sie ist immer da. Mit ihr beginnt alles und hört alles auf. Mit ihr gehe ich jeden Tag einen Schritt weiter auf dem Weg zu mir selbst. Mit ihr kann ich all diese Momente, mit denen mich das Leben überrascht und beschenkt, feiern und genießen. Doch wie mache ich das genau? Es gibt so viele Möglichkeiten, Dankbarkeit zu leben. Bei mir fängt es immer damit an, dass ich mir die vielen kleinen und großen Glücksmomente bewusst mache. Dass ich genau hinschaue und spüre, was sich gut anfühlt, was mich glücklich macht und was mir gut tut.

Ich nehme ganz bewusst wahr, was ist. Nicht das, was war oder in Zukunft sein könnte.

Dankbarkeit findet im Jetzt statt und hier kommt mein liebstes Dankbarkeitsritual ins Spiel. Nachdem ich bereits verschiedene Rituale wie z.B. eine Dankbarkeitsminute am Morgen ausprobiert habe, bin ich im Frühjahr in einem meiner absoluten Lieblingsbücher von Katie Dalebout (das ich dir demnächst noch ausführlich vorstelle) auf das für mich beste Ritual gestoßen. Es trägt den wunderbaren Namen #ThankYouMorePlease und ist mein liebstes Tool, um Dankbarkeit zu zelebrieren.

Die 3 Schritte von #ThankYouMorePlease sind:

  1. Mache dir deine Glücksmomente bewusst. Schaue, was es Gutes in deinem Leben gibt. Spüre achtsam, wann immer dir etwas Schönes, Bereicherndes und Beglückendes begegnet und nimm es bewusst wahr.

  2. Sei dankbar. Fühle dich genau in deinen Glücksmoment hinein. Fühle die Wärme und Freude, die von ihm ausgehen und bedanke dich aus vollem Herzen dafür beim Universum. Sag Danke. (#Thankyou.)

  3. Wünsche dir mehr Glücksmomente. Lade sie in dein Leben ein und öffne dich für all die schönen Dinge, Menschen und Erlebnisse, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden. (#MorePlease)

Um deine deine Glücksmomente festzuhalten, kannst du dir ein schönes Tagebuch besorgen und dort beispielsweise abends vor dem Schlafengehen notieren, wofür du an diesem Tag dankbar bist.  (Ich verspreche dir, du wirst ganz beseelt und entspannt einschlafen.) Oder du kannst, wie es Katie Dalebout vorschlägt und auch ich es neben meinem Dankbarkeits- tagebuch aus Papier mache, eine fortlaufende Notiz auf deinem Handy anlegen. Dort kannst du jederzeit einen Moment notieren, auch wenn du unterwegs bist und dein Tagebuch nicht dabei hast. Wie du deine Glücks- und Dankbarkeitsmomente konkret festhältst, kannst du nach Lust und Laune entscheiden. Ich mache es in meinem Tagebuch auf Deutsch und auf meinem Handy auf Englisch. Das sieht dann z.B. so aus: Dear Universe, thank you for... the beautiful sunset I enjoyed today. More please. Thank you for the delicious pasta I tried in the new italian restaurant around the corner. More please. Thank you for surprising me with the concert next year, my friend and me laughed so much. More please.

Es ist ein schönes Gefühl, all diese kleinen Dankbarkeitsmomente festzuhalten, wann immer mir einer begegnet. Aber noch schöner ist: es werden tatsächlich immer mehr! Mit jedem Tag kommen neue kleine und große Glücksbringer in mein Leben, so dass ich schon morgens mit einem vorfreudigen Lächeln in den Tag starte. Es ist, als würde das Universum meine Nachrichten empfangen, meine Dankbarkeit spüren und mich zum Dank mit noch mehr Glück beschenken. Wer weiß, vielleicht ist es ja tatsächlich so.

#ThankYouMorePlease

Gratitude unlocks the fullness of life. It turns what we have into enough, and more. It turns denial into acceptance, chaos into order, confusion into clarity. It makes sense of our past, brings peace for today, and creates a vision for tomorrow.

Melody Beattie