BuchLiebe: Let it out von Katie Dalebout

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Buchstaben, Worte, Geschichten. Diese Welt war schon immer meine. Seit ich denken kann, liebe ich es in Wortwelten abzutauchen, Geschichten zu entdecken, zu erkunden und festzuhalten. In meinem Elternhaus steht bis heute eine große Kiste an meinem Bett, in der sich meine Tagebücher aus den letzten Jahrzehnten eng aneinander schmiegen. Bin ich dort, blättere ich oft durch die Seiten und versinke in der Zeit - muss schmunzeln angesichts meiner ersten Verliebtheiten, der Verzweiflung über die erste 3 auf dem Zeugnis oder der Hoffnungen und Wünsche meines 13-jährigen Ichs. Mal habe ich konsequent geschrieben, jeden Tag, über Monate hinweg. Dann gibt es wieder große Lücken, Pausen, in ein und demselben Buch oder ich habe kurzerhand wieder ein neues angefangen, weil es mir schöner und plötzlich passender erschien.

Irgendwo klebt da mein erster Euro, den ich damals zu Weihnachten bekam. Irgendwo knirschen ein paar Sandkörner, die in einem langen Sommerurlaub in Südfrankreich zwischen die Seiten gekrochen sind. Irgendwo findet sich ein Zettel mit einem Zitat aus "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull", das ich mit 17 nur las, weil es mir mein damaliger Schwarm empfohlen hatte. So viele Erinnerungen stecken zwischen all den Seiten dieser Tagebücher und ich bin froh, dass es sie gibt.

Buchliebe: Let it out von Katie Dalebout

Buchliebe: Let it out von Katie Dalebout

Das Schreiben hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Nirgendwo kann ich all meinen Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen so frei Raum geben wie in einem Tagebuch. Nirgendwo kann ich all das so frei auf's Papier bringen und auf diese Weise auch ganz wunderbar loslassen. Nirgendwo ist mein Leben so gut aufgehoben wie zwischen zwei Buchdeckeln. Genau dort finde ich immer und immer wieder meine Stimme und an leisen wie an lauten Tagen zu mir selbst. Morgens, abends, zwischendurch, wann immer ich Zeit brauche, mich und mein Leben zu ordnen, zu reflektieren oder einfach nur festzuhalten.

Das Schreiben ist eine Tür, durch die ich seit vielen Jahren mit großer Freude gehe - immer bereit, mich mit jedem Wort, jedem Satz, jeder Seite noch etwas besser kennenzulernen und all die Wunder und Wunden zu entdecken, die in mir verborgen sind. Das, was ich tue, wenn ich schreibe, nennt sich im Englischen "Journaling" und liegt gerade schwer im Trend. In einer Welt, in der alles immer schneller, voller und digitaler wird, wächst auch die Sehnsucht, Pause zu machen, innezuhalten und abseits vom Lärm des Lebens offline etwas mit den eigenen Händen zu tun. Das kann die wachsende Begeisterung fürs Stricken oder Basteln sein oder eben einfach der Wunsch, mit einem Stift in der Hand, das eigene Leben auf Papier festzuhalten.

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Das Beste am Journaling oder Tagebuch schreiben: es gibt keine Regeln. Alles was man dafür benötigt, sind ein Stift und ein Blatt Papier. Und doch weiß auch ich nicht immer, wo ich mit dem Schreiben beginnen soll. Oder ich habe ein konkretes Thema, mit dem ich mich auseinandersetzen möchte, aber nicht weiß wie. Die Amerikanerin Katie Dalebout, die Journaling genauso liebt wie ich, hat dazu in diesem Jahr ein großartiges Buch veröffentlicht: "Let it out - a journey through journaling". Ihr Buch hat mich wie kein anderes durch die letzten Monate begleitet. Es ist kein Roman und auch kein klassisches Sachbuch, das man von vorne bis hinten durchliest. Es ist vielmehr ein "Workbook". Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt und mit ihm arbeitet. Und sobald man die ersten Seiten gelesen hat, gibt es tatsächlich nichts Schöneres, als genau das mit dem Buch zu tun.

Katie Dalebout hat in ihrem Buch über 55 Übungen und Techniken zu den verschiedensten Lebensbereichen zusammengestellt, die ohne jede Übertreibung einfach grandios sind. Egal ob man sich mehr Organisation, Kreativität, Achtsamkeit oder Klarheit wünscht, die Übungen sind ganz wunderbare Tools, mit denen man im Alltag arbeiten kann. #ThankYouMorePlease ist beispielsweise ein Dankbarkeitsritual, das ich seit ein paar Monaten dank Katie fest in meinem Leben integriert habe. Und wenn ich mich mal angesichts irgendeines Umstandes verwirrt fühle, mache ich den "Confusion Clearer" und die Welt sieht danach tatsächlich jedes Mal wieder ganz anders und besser aus. Gerade weil die Übungen so facettenreich sind, finde ich das Buch sehr bereichernd. Egal ob ich mal nur ein paar Minuten Zeit habe oder mir es in Ruhe mit meinem Notizibuch auf dem Sofa gemütlich machen möchte, um mit einer Übung tiefer in ein Thema einzusteigen - es findet sich immer die passende. So ist es kein Wunder, dass ich mir mittlerweile sehr gerne und regelmäßig die Zeit nehme, um mit dem Buch zu arbeiten und so auf verschiedenste Wege mehr über mich selbst lerne. "Let it out" von Katie Dalebout ist zu einem Kompass auf der Abenteuerreise des Journaling geworden, den ich dir nur ans Herz legen kann.

Alles Liebe

Theresa

*Ich muss Werbung über den Artikel schreiben, weil ich Medienseiten und Personen verlinkt habe. Es handelt sich jedoch nicht um eine bezahlte Kooperation, sondern um eine Empfehlung von Herzen.