BerlinLiebe

BerlinLiebe: Original Unverpackt

BerlinLiebe: Original Unverpackt

Stellt euch vor: Es ist Samstag, der Kühlschrank ist nach einer Arbeitswoche gähnend leer und ihr macht euch auf den Weg zum nächsten Supermarkt, um ordentlich einzukaufen. Manch einer schreibt sich eine Liste, der andere macht sich direkt auf den Weg und ein, zwei Stunden später kommt ihr vollbepackt nach Hause. Und was habt ihr mitgebracht? Müll.*Wie bitte?! Ihr habt doch ganz viele leckere Sachen eingekauft, Obst, Gemüse, ein neues Müsli, Joghurt, Nudeln und dieses leckere Pesto... ja, und ein paar blinde Passagiere sind auch an Bord. Folie, Pappe, Glas und vor allem Plastik in allen Formen und Farben.

Pin it like it's hot: Meine Lieblingsorte zum Essen in Berlin {Werbung}

Ich pinne für mein Leben gern. Pinnwände sind eine wunderbare Möglichkeit inspirierende Worte, Gedanken, Schnipsel oder Fotos festzuhalten. Im echten Leben genauso wie im virtuellen. Doch seit es Pinterest gibt, hat meine Pinnwandleidenschaft eine neue Dimension bekommen. Ich liebe es durch Pinterest zu streifen und Schönes und Inspirierendes an meine Pinnwände zu heften. Manchmal gönne ich mir abends noch 5 Minuten zum Stöbern, nach ungefähr einer dreiviertel Stunde versuche ich mich dann allmählich loszureißen.Ob Pinterest geahnt hat, welche weitreichenden Folgen die Gründung dieses Social Networks im Jahr 2010 für die einzelnen Nutzer haben sollte? Fest steht, ich bin nicht alleine. Über 30 Milliarden (!) Pins gibt es mittlerweile im System - irgendwo müssen die ja schließlich herkommen.

An Tagen, an denen ich mich nicht gerade frage, ob vielleicht mal jemand das Internet ausstellen könnte, pinne ich also regelmäßig Bemerkenswertes an meine Pinnwände. Vorzugsweise landen spannende Rezepte dort - Süßes und Salziges, gesunde Frühstücksideen oder im Moment am liebsten die volle Bandbreite an Erdbeerrezepten. Seit Kurzem gibt es jetzt aber eine neue Funktion: die sogenannten Place-Pins. Die Place Pins bedeuten nichts anderes, als dass man jetzt eine Pinnwand mit einer Karte kombinieren und ein Location- bzw. Place Board erstellen kann.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gegriffen und unter dem Titel "Favourite Foodplaces in Berlin" meine liebsten Cafés und Restaurants zusammengestellt. Das allseits bekannte Du Bonheur gehört da genauso dazu wie Mos Eisley in Neukölln oder Yellow Burger im Prenzlauer Berg. An dieser Pinnwand kann man jetzt nicht nur sehen, wie die von mir auserkorenen Foodie-Hotspots heißen, sondern auch gleich, wo man sie in der Stadt findet. Was für ein Glück, so geraten Cafés abseits der gewohnten Wege nicht so leicht in Vergessenheit und Neuentdeckungen können jederzeit ins Repertoire aufgenommen werden. Mal sehen, was ich auf diese Weise noch verpinnen werde. Vielleicht Places to eat in New York, Amsterdam oder Paris? Zu schade, dass die Pinnwände sich unendlich füllen lassen. So lange kann ich nur hoffen, dass mal jemand das Internet ausstellt...

Habt ein wunderschönes, verlängertes Sommerwochenende! Dieser Post ist in Kooperation mit Pinterest entstanden. Meine eigene Meinung bleibt davon jedoch gänzlich unberührt.

BerlinLiebe: Über den Dächern der Stadt im NENI Berlin

Sie sind selten diese Momente und sollten umso mehr ausgekostet werden: wenn man beim Betreten eines unbekannten Restaurants oder Cafés dieses Kribbeln spürt. Ein Kribbeln, das mir zeigt, das hier ist ein besonderer Ort. Hier fühle ich mich wohl. Ich möchte wiederkommen, das weiß ich schon nach wenigen Augenblicken.

Zuletzt ging es mir so im NENI Berlin. Als ich Ende Januar eingeladen wurde, das neue Restaurant über den Dächern Berlins samt der bezaubernden Köchin Haya Molcho kennenzulernen, wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde. Umso größer war die Überraschung und Begeisterung.

Das NENI befindet sich im 10. Stock des 25hours Hotels im neuen Bikini Berlin Komplex im Westen der Stadt. Mit Sicht auf den Zoo, den Tiergarten und über die Dächer bis zum Fernsehturm und zum Horizont. Man kann den Blick wunderbar schweifen lassen - im rundum verglasten Restaurant, auf der genialen Dachterrasse oder in der angrenzenden Monkey Bar. Doch es wäre fatal, wenn man vor lauter fantastischer Sicht (die man nur an wenigen Orten in der Stadt hat) dem Restaurant weniger Beachtung schenkt, denn: im NENI Berlin kann man göttlich essen. Das mag jetzt für den einen oder anderen etwas übertrieben klingen, bringt es aber einfach auf den Punkt. Wer bereits einmal in den Genuss der Küche Haya Molchos gekommen ist, weiß wovon ich rede.

Haya Molcho, geboren in Tel Aviv und aufgewachsen in Bremen, lebt in Wien und eröffnete dort 2009 ihr erstes NENI Restaurant. NENI, das sind die Anfangsbuchstaben ihrer vier Söhne: Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan. Die nur so vor Energie sprühende Frau kombiniert israelische und orientalische Einflüsse mit europäischer Küche frei nach ihrem Motto Balagan! Balagan steht für "sympathisches Chaos". Sehr sympathisch im Übrigen. Es geht darum, zusammen zu essen und zu genießen. Von allem ein wenig zu probieren, mal hier, mal da. Das Essen wird in Schüsseln oder auf einem schlichten Holzbrett serviert und schon darf überall gekostet, genascht und genossen werden. Die Gerichte klingen eines wunderbarer als das andere - Sabich, Babaganoush, Chraime, Falafel oder Hamshuka. Allein die gebackene Aubergine ist ein Traum…

Schon Ende Januar war ich begeistert vom Restaurantkonzept (ich sage nur: Urban Jungle is calling), der modernen Einrichtung und ganz besonders von den Desserts wie Pavlova oder Haya's New York Cheesecake. Das hatte zur Folge, dass mein gesamter Freundeskreis mit Begeisterungswellen überschüttet wurde. Mittlerweile war so mancher nach der Eröffnung am 31. Januar dort, auch ich habe mir im März wieder einen Besuch gegönnt und bin noch immer hin und weg. Auch wenn Haya Molcho selbst nicht in der Küche steht, spürt man ihre Leidenschaft für gutes, genussvolles Essen bei jedem Bissen und kann beglückt und satt den Blick auf den Dächern der Stadt ruhen lassen.

Bon appétit!

NENI im 25hours Hotel Bikini Berlin Budapester Straße 40 10787 Berlin

So-Do 12.00 - 22.30 Uhr Fr-Sa 12.00 - 23.30 Uhr

Reservierung empfohlen

BerlinLiebe: Du Bonheur

Berlin ist vieles für mich. Sehnsuchtsort. Weltstadt. Zuhause. Und Ort immer wieder neuer kulinarischer Entdeckungen. Auf Streifzügen durch diese Stadt findet man die schönsten Cafés, überraschendsten Imbisse, skurrilsten Restaurants und verzauberndsten Supper Clubs. Berlin, du bist so wunderbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwas weiter oben auf der Brunnenstraße, dort wo man es vielleicht am wenigsten erwartet, gibt es so einen Ort, an dem man in Geschmackswelten versinken kann. Sie sind nicht unbekannt, diese Geschmackswelten, dem Genießer feinster Süßspeisen angenehm vertraut. Wer sich Frankreich auf der Zunge zergehen lassen möchte oder wem die Zeit für einen kleinen Abstecher nach Paris fehlt, dem sei gesagt: fahr zur Brunnenstraße und geh ins Du Bonheur. Hier schlagen die Herzen französischer Patisserie-Liebhaber höher. Meines setzte gleich für ein paar Takte aus, bin ich doch spätestens seit einem einjährigen Paris-Aufenthalt der französischen Patisserie-Kunst verfallen. Wenn der Name über dem Laden dann auch noch von kraftvollem Pink umrahmt wird, fehlen mir die Worte. So mädchenhaft das sein mag, ich kann nichts dagegen tun. Ich habe eine Schwäche für diese Farbe.

Im Du Bonheur gibt es sämtliche Glücksbringer, die man von den Franzosen kennt. Von Canelés über Croissants aux amandes bis zu Macarons und Éclairs bleiben keine Wünsche offen. Genießen kann man sie, in schicke Kartons verpackt, Zuhause oder aber (Empfehlung für Ungeduldige) direkt vor Ort. Das Café bezaubert durch sein schlichtes, klares und doch einladendes Interieur. An den Wänden kann man sich durch schöne, fotografisch festgehaltene Paris-Impressionen aus Berlin wegträumen und derweil genüsslich an einem Macaron knabbern. Empfehlenswert und überraschend im Geschmack ist im Moment zum Beispiel die Variante Lebkuchen. Aber auch die Ribisel Tarte und der feine Pistazien-Blaubeer-Traum namens "Lucy Luu" schmecken fantastisch.

Ein Glück ist es, dass sich die Konditorin Anna Plagens und Stephan Zuber, der frühere Küchenchef des Uma, dazu entschieden haben, dieses kleine Patisserie-Paradies zu schaffen. Ein Glück für die Brunnenstraße, ein Glück für jeden Berliner und für jeden, der auf ein Macaron vorbeischauen kann.

Bon appétit!

DU BONHEUR Brunnenstraße 39 10115 Berlin

Mi-Fr 08.00 - 19.00 Sa & So 09.00 - 19.00