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Vor ein paar Tagen lichtete sich morgens auf einmal der bleierne Januarhimmel über Berlin und gab die Bühne für ein leuchtendes Blau mit goldenen Sonnenstrahlen frei. Kurzerhand entschied ich mich die Reihenfolge in der Tagesplanung umzuwerfen und gleich am Vormittag einen ausgedehnten Spaziergang mit dem Mann zu machen. Ein Hoch auf das Home Office und die Selbstständigkeit! Abends im Bett nahm ich wie jeden Tag mein Notizbuch zur Hand und ließ den Winterspaziergang bei knisterndkalten Temperaturen und strahlendem Sonnenschein noch einmal Revue passieren. Beseelt von dem kleinen und doch großen Glücksmoment schrieb ich ihn mit auf die Liste mit den Dingen, für die ich an diesem Tag dankbar war.
In dieser Reihe stelle ich euch regelmäßig starke und inspirierende Frauen vor. Frauen, die mutig neue Wege gehen, sich etwas trauen, großartige Macherinnen sind und die Welt zu einem besseren Ort machen. Frauen wie Annika Krause. Annika hat ein riesengroßes Herz für unsere heimischen Wildkräuter und ist davon überzeugt, dass sie die eigentlichen Superfoods sind und das jahrhundertealte Wissen um ihre Nutzung nicht in Vergessenheit geraten darf. Um uns mit ihrer WIldkräuterliebe anzustecken hat sie zusammen mit ihrem Partner Thorben Stieler das einzigartige Unternehmen “Kruut” gegründet und ich freue mich sehr, euch Annika heute im Interview vorstellen zu dürfen.
Als ich Anfang 2016 Journaling für mich entdeckt habe, hätte ich nie gedacht, wie sehr es mein Leben verändern würde. Schon vorher habe ich immer gerne geschrieben. Ob Kurzgeschichten, Gedichte oder abends in eines meiner unzähligen Tagebücher. Aber gerade bei Letzterem habe ich nie so richtig durchgehalten und auf Phasen des intensiven Schreibens folgten immer wieder viele leere Seiten.
Erst mit Journaling fiel mir das Dranbleiben plötzlich leicht, weil ich mit dieser Art des Schreibens auf einmal einen ganz neuen Zugang zu mir selbst fand. Ich steckte damals in einer Phase der beruflichen Neuorientierung und wusste, dass ich nach vielen Jahren in meinem Job einen neuen Weg einschlagen wollte. Doch wohin sollte mich die Reise führen? Zu einem neuen Arbeitsplatz oder in die Selbstständigkeit? Und wenn ich mich selbstständig machen wollte, dann womit? Was wollte ich wirklich am liebsten beruflich machen?
Immer wieder beschäftigten mich die verschiedensten Fragen (mein Gedankenkarussell steht eigentlich nie still) und dank Journaling fand ich mehr und mehr die Antworten darauf. Das war eine so kraftvolle, lebensverändernde Erfahrung, dass ich seitdem nicht mehr aufgehört habe zu schreiben und Journaling ein fester Bestandteil meines Alltags geworden ist. Mittlerweile nutze ich es auch nicht mehr nur für mich persönlich, sondern auch unglaublich gerne in meinen Coachings.
Morgens sanft von den ersten Sonnenstrahlen geweckt werden, in aller Ruhe ein leckeres Frühstück genießen und dann mit einer frischgebrühten Tasse Kaffee oder Tee am Schreibtisch loslegen, um voller Leichtigkeit und Tatendrang die Aufgaben des Tages abzuhaken. Wäre es nicht ein Traum, wenn Home Office genau so aussehen würde?
In dieser Reihe stelle ich euch starke und inspirierende Frauen vor. Frauen, die mutig neue Wege gehen, sich etwas trauen, großartige Macherinnen sind und die Welt zu einem besseren Ort machen. Frauen wie Lynn Hoefer. Lynn ist Foodbloggerin, ausgebildete Ernährungsberaterin, Kochbuchautorin und einfach eine riesige Inspiration wenn es um Themen wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und ganzheitliche Gesundheit geht. Mit ihrem Blog “Heavenlynnhealthy” und ihrer herrlich entspannten Art ermutigt sie Menschen auf eine positive und leichte Weise ins Handeln zu kommen und sich etwas Gutes zu tun. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich sie für meinen Podcast “Make it simple” interviewen konnte und sie euch heute vorstellen darf:
Es ist jetzt knapp vier Jahre her, seit ich zum ersten Mal ein Visionboard gestaltet habe. Mitten in einer besonderen, wunderschönen Phase des Um- und Aufbruchs. 2016 habe ich begonnen, mich so richtig intensiv mit persönlicher Weiterentwicklung auseinanderzusetzen und mich kopfüber in das Abenteuer der Veränderung gestürzt. Ich wollte herausfinden, was abseits der ausgetretenen Pfade des Alltags auf mich wartet; wissen wie es sich anfühlt, mehr und mehr mein eigenes Potenzial zu entfalten und entdecken, wie ich mir das Leben meiner Träume erschaffen kann. Auf meiner Reise unterstützten mich Coaching, unzählige Workshops, Meetups und Webinare, vielen neue spannende Bücher und: mein Visionboard.
Eben noch bin ich am Silvestermorgen voller Freude auf einer 14 kilometerlangen Rodelbahn in den österreichischen Bergen ins Tal “gerutscht” (inkl. schönstem verschneiten Winterwald und Tannenduft), schon ist das neue Jahr ein paar Tage alt. 2020. Zwölf frische, unberührte Monate liegen vor uns und mit ihnen der Aufbruch in ein brandneues Jahrzehnt. Seid ihr auch schon so gespannt, was alles auf uns wartet?
Sonntagmorgen kurz vor Weihnachten. Am kürzesten Tag des Jahres ist die Stadt zu dieser Zeit in tiefe Dunkelheit gehüllt und alles scheint noch zu schlafen. Kaum zu glauben, dass in zwei Tagen Heiligabend vor der Tür steht und wir uns schon bald von diesem Jahr verabschieden, um 2020 und mit ihm ein gänzlich neues Jahrzehnt zu begrüßen. Der Jahreswechsel fühlt sich auch in diesem Jahr wieder sehr besonders an und ich freue mich darauf, mich in den Rauhnächten auf eine federleichte Art meinen Wünschen zu widmen. Doch zuvor lasse ich den Blick zurückschweifen, um mich ein letztes Mal in 2019 hineinzufühlen und all meine Erkenntnisse achtsam zu reflektieren.
Schon während eines Jahres haben wir oft das Gefühl, dass die Zeit rennt, aber gerade auf den letzten Metern in der Adventszeit erscheint es (zumindest mir so) als würde sich das Tempo nochmals verdoppeln. Vielleicht ist deshalb an Weihnachten auch der Wunsch nach Ruhe und Besinnlichkeit so groß? Ich merke jedenfalls Jahr für Jahr wie ich mich auf die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren freue, weil dann etwas mehr Zeit ist um einfach mal durchzuatmen, innezuhalten und auch um das vergangene Jahr entspannt Revue passieren zu lassen.
Meistens fühlt es sich etwas unbequem und unangenehm an, oft ist es mit komischen Gefühlen verknüpft und viele würden es am liebsten einfach komplett ausblenden. Geld ist in unserem Alltag omnipräsent und doch redet fast niemand so richtig gerne darüber. Warum eigentlich? Wieso ist ein Thema, das so grundlegend und wichtig ist, gleichzeitig so tabuisiert und emotional beladen?
Einmal kurz geblinzelt und schon sagt der Kalender: Ende September. Auch wenn es uns so vorkommt, als hätten wir 2019 gerade erst begrüßt, müssen wir der Tatsache ins Auge schauen, dass vor uns nur noch drei Monate liegen bis wir mit (vielleicht) dem ein oder anderen Neujahrsvorsatz Silvester feiern. Apropos, Neujahrsvorsätze - wie sieht es eigentlich mit euren Zielen aus? Habt ihr euch Anfang des Jahres welche gesetzt und wenn ja, wie steht es um sie? Habt ihr sie bereits erreicht oder ist da noch Luft nach oben?
Seit ich denken kann, gibt es drei Worte, die das auf den Punkt bringen, was ich in meinem Leben am liebsten tun möchte: Ich will schreiben. Die Begeisterung für Geschichten, Worte und Bücher wurde immer begleitet von dem Wunsch, selbst eigene Gedanken und Gefühle auf’s Papier zu bringen. Die Form spielte dabei stets eine geringere Rolle - während ich mir als Kind kleine Abenteuer ausdachte oder in meiner Jugend an Fantasyromanideen feilte und Gedichte schrieb, folgte im Studium mein Blog mit Texten rund um gesunde Ernährung, Achtsamkeit und Inspiration für ein bewusstes Leben. Was mich durch all die Jahre jedoch fortwährend begleitete, war das Tagebuchschreiben.
Das menschliche Gehirn ist eine ganz wunderbare Sache. Wir verdanken ihm elektrisches Licht, fließendes Wasser aus der Leitung, Flugzeugreisen, amüsante Instagramfilter und stundenlange Grübelschleifen. Letzteres gilt als keine großartige Erfindung, ist aber mindestens genauso weit verbreitet wie fließendes Wasser. Wir alle kennen es. Wir alle haben es. Nachdenken. Grübeln. Sorgen machen. Wie sang Peter Fox doch so schön? "Das Rad muss sich drehen, also drehe ich am Rad." Eine Liedzeile, die mir auch nach fast 10 Jahren regelmäßig in den Kopf kommt - genau dorthin, wo sich das Schlamassel abspielt.
Eben noch haben wir das neue Jahr mit Konfetti und Raketen begrüßt, schon denken wir bei dem Blick auf den Kalender “Hoppla, die ersten sechs Monate liegen ja schon hinter uns!” Verrückt, oder? Damit ihr nicht panisch in die nächste Jahreshälfte stolpert, sondern den Juli und die folgenden Monate achtsam und vorfreudig begrüßen könnt, gibt es ein wunderbares, kraftvolles Ritual.
Ich wollte immer alles richtig machen. So gut und korrekt wie möglich. Fehlerfrei. Perfekt. Egal ob einen Test in der Schule, einen Vortrag in der Uni oder eine Aufgabe im Job. Klare Regeln und Vorgaben zu haben, mochte ich. Richtlinien, an denen ich mich orientieren konnte. Akkurate Zutatenangaben in einem Kuchenrezept. Eindeutige Grammatikregeln im Französischunterricht. Den festen Ablauf an Feiertagen. Ordnung. Struktur. Sicherheit.
Ganz genau kann ich nicht mehr sagen, wann ich zum ersten Mal daran dachte. Irgendwann tauchte der kleine Herzenswunsch nach einem eigenen Podcast einfach auf und wurde in den vergangenen drei Jahren immer größer. Die Neugier auf dieses mir noch ganz fremde Medium mit der Liebe zu Worten, Klang und Stimme kam hier zusammen. Ich wollte nicht länger nur schreiben und Geschichten auf dem Papier erzählen, sondern sie auf eine ganz andere Art zum Leben erwecken und mit euch auf eine neue Weise kommunizieren. Ich wollte meinen Podcast starten!
Es gibt keinen Fahrplan. Keine Liste mit Punkt eins bis zehn, die abgearbeitet und abgehakt werden kann. Kein Drei-Schritte-Programm mit der Garantie auf Erfolg und Glückseligkeit. Als ich am Briefkasten stand und den Umschlag mit meinem Antrag auf Gründungszuschuss einwarf, zitterten meine Hände und mir war flau im Magen. Auf genau diesem Antrag stand das Datum 24.1.17 als Start meiner Selbstständigkeit. Ein Tag, der für manche vielleicht nur ein unscheinbarer Mittwoch Ende Januar war, veränderte für mich vor einem Jahr alles.
Knapp zwei Wochen begleitet das neue Jahr uns jetzt. Ich taste mich Tag für Tag behutsam vor, lasse mich ganz bewusst Schritt für Schritt darauf ein statt direkt loszupreschen und mich im Trubel des Lebens zu verlieren. Darum kümmert sich der Alltag schon außerordentlich gut.
Vor meinem Kinderzimmerfenster stand früher eine Birke. Ein groß gewachsener Baum, der bis weit über unser Dach hinausragte. Am Boden stehend, stellte ich mir oft vor, wie ich an seinem Stamm wie auf einer Leiter bis hoch in die Wolken kletterte. Hinein in ein weit entferntes Land voller Magie. Mit wogenden, sattgrünen Feldern bis zum Horizont, verwunschenen Wäldern voller geheimnisvoller Tiere und verborgener Orte mit zauberhaften Feen, Elfen und Riesen. So oft ich konnte, tauchte ich in Gedanken in diese Märchenwelt ab. Dafür reichte schon ein kleiner Abstecher auf den dunklen Dachboden oder etwas Zeit mit meinen unzähligen Hörspielen und Büchern, denen ich mich unter vielen Kissen und Decken in meiner selbstgebauten Höhle widmete.
Allem Anfang wohnt ein Zauber inne, schrieb Hermann Hesse - aber was, wenn genau dieser Zauber am Anfang fehlt? Was, wenn es gar nicht so leicht (geschweigedenn magisch) ist überhaupt anzufangen und loszulegen? So oft ruft uns das Leben die Worte "einfach machen!" entgegen (auch ich habe hier schon darüber geschrieben) und doch will es eben manchmal einfach nicht so einfach klappen. Statt im Machen finden wir uns dann in endlosen Prokrastinierschleifen wieder und machen alles außer dem, was wirklich wichtig ist. Warum ich das weiß? Weil auch ich mich in den vergangenen dreißig Jahren (ich muss es immer mal wieder aufschreiben, damit ich es irgendwann realisiere) beobachtet und erwischt habe, wie ich Dinge vor mir herschob, sie verdrängte oder auf später vertagte. Obwohl ich ganz genau weiß, wie erfüllend und bestärkend es sich anfühlt, Dinge geregelt zu bekommen und von der To-Do-Liste abzuhaken. Nicht ohne Grund mag ich den Spruch "Machen ist wie Wollen, nur krasser." so sehr und doch ist der Weg dahin manchmal so viel länger als nötig.
Am Montagmorgen habe ich mir drei weiße Blätter geschnappt. Mit Stift und Lineal bewaffnet, fanden nach einigen Strichen die letzten Monate dieses Jahres den Weg auf's Papier und lagen dann ausgebreitet vor mir. Plötzlich hatte der Kalender Oktober gesagt und mich kurzerhand überrascht. Was, schon wieder? Wo ist denn der Rest des Jahres hin?
Wer mich kennt, weiß, dass ich es über alles liebe zu planen (Jungfrau im Sternzeichen bleibt einfach nicht folgenlos) und mir Ziele zu setzen. Ich weiß gar nicht so genau, warum Ziele diese Faszination auf mich ausüben, aber ich finde, sie schenken uns Orientierung und ermöglichen es uns, über uns hinauszuwachsen - also vorausgesetzt wir bleiben an ihnen dran. Die meisten Menschen, die sich einen Plan machen, geben ihn tatsächlich direkt auf sobald die erste Schwierigkeit am Horizont auftaucht. Da die Chance, den Plan wirklich in die Tat umzusetzen, sich um 40 % verbessert, wenn er schriftlich festgehalten wird, hatte ich mir also Stift und Papier zur Hand genommen. Mein Wunsch: Die verbleibenden drei Monate so bewusst gestalten wie die vergangenen neun. Mit konkreten Zielen. Mit konkreten Daten. Mit konkretem Loslegen. Ohne all die guten Vorsätze auf das neue Jahr zu vertagen.
Letzte Woche Mittwoch war für mich ein ganz besonderer Tag – ich habe meinen allerersten Impulsvortrag gehalten! Nachdem mich dieser Traum über viele Jahre begleitet hat, ist er nun wahr geworden und ich durfte das was ich so liebe in einer Runde großartiger Frauen zum Ausdruck bringen. Mit Herzklopfen, Neugier und ganz viel Dankbarkeit.
Da die meisten von euch nicht bei dem Event dabei waren, habe ich mir überlegt, dass ich meinen Vortrag hier auch gerne mit euch teilen möchte.
Das Motto des Abends lautete „Wie du ein Business startest, das wirklich zu dir passt“. Also habe ich die Geschichte von meinem Weg in die Selbstständigkeit erzählt – und wie ich anhand von 3 Learnings herausgefunden habe, wie ich mir als Bloggerin und Coach ein Business ganz nach meinen Wünschen und Bedürfnissen gestalten kann. Ein Business voller Leichtigkeit, das Freude schenkt und einen Unterschied macht.
So begann mein Weg in die Selbstständigkeit:
Was kommt euch bei den Worten „Träum weiter!“ in den Sinn? Sie haben nicht gerade den besten Ruf. Oft bekommen wir sie in Momenten an den Kopf geworfen, in denen wir uns unseren Mitmenschen gegenüber öffnen, ihnen von unseren Wünschen erzählen oder sogar vielleicht von einer großen Idee berichten, die in uns heranreift. Träum weiter! Eben noch eine Vision im Herzen getragen und schon ist sie wie eine Seifenblase zerplatzt. Wer hätte gedacht, dass zwei kleine Worte eine so vernichtende Kraft haben können?
Gesellschaftlich hat das „Träum weiter“ also keinen guten Stand. Aber warum haften wir an diese wunderbaren Worte eine große Portion Sarkasmus und machen ihre eigentlich so schöne Bedeutung zunichte? Als ich letztes Jahr im Oktober ein neues Visionboard gebastelt habe, fanden die zwei Worte deshalb ganz bewusst einen Platz darauf. Ich möchte ihnen ihren ursprünglichen Sinn zurückgeben, weil ich träumen möchte – so weit wie ich kann
Inspiriert von Gandhi’s Worten „Be the change you wish to see in the world“ stelle ich euch in dieser Reihe starke und inspirierende Frauen vor. Frauen, die neue Wege gehen, sich etwas trauen, mutig sind und die Welt zu einem besseren Ort machen. Frauen wie Veronika. Veronika und mich verbinden die Liebe zu vollwertigem, gesunden Essen, das glücklich macht und das Schreiben auf unseren Blogs.
Zum ersten Mal haben wir uns vor einigen Jahren in einem Berliner Café getroffen. Ihre Tochter Claire war damals noch ganz klein und wuselte um unseren Tisch herum. Nur für den gesunden Erdnuss-Schoko-Brownie hielt sie ein paar Momente still. Ein Jahr später traf ich die beiden in Bremen wieder, um auf Veronikas erstes Buch „Gesund Kochen ist Liebe“ anzustoßen. Heute – ein paar Jahre, zwei weitere Bücher und ein kleiner, süßer Sohn namens Elian später, verbindet uns noch immer ein besonderes Band und ich freue mich, dass ich euch Veronika (die eine riesengroße Inspiration für mich und ein unermesslicher Hafen an positiver Energie ist), heute hier vorstellen darf. Vorhang auf für Veronika von Carrots for Claire:
Als Kind hatte ich eine gewisse Vorstellung vom Erwachsensein. Keine ganz genaue, aber doch so eine vage Idee, wie es sein müsste ‚dann irgendwann‘ wenn es soweit ist. Mit fast 30 Jahren ist die Vermutung angebracht, dass dieses ‚Irgendwann‘ vielleicht mittlerweile eingetreten ist und was soll ich sagen? Über meine damals eher naive Vorstellung, ich hätte ‚dann‘ (a.k.a. jetzt) mein Leben im Griff und sei frei von Problemen, kann ich nur schmunzeln. Und ich habe die leise Ahnung, dass sich dieses Gefühl auch nicht mit 40, 50 oder 80 einstellen wird (Außer in den Momenten, in denen ich mein Bett direkt nach dem Aufstehen mache oder für zwei Tage vorgekocht habe).
Die schlechte Nachricht: Herausforderungen, Sorgen, Ängste, Alltagschaos – ob wir es wollen oder nicht, sie werden wiederkommen. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass Menschen, die in ihrem Leben frei von Herausforderungen und Problemen sind, in der Regel schon das Zeitliche gesegnet haben.
Die gute Nachricht: wir haben es in der Hand, wie wir mit den Schwierigkeiten, die uns auf unserem Lebensweg begegnen, umgehen und sie besser meistern können. Wie genau? Das verrate ich euch mit meinen erprobten Tipps und Kniffen.
Mittwochmorgen. Ende Januar. Ganz langsam findet die Sonne ihren Weg vom Horizont ans Firmament. Die Stadt erwacht in diesen neuen Tag. Es könnte ein Mittwoch sein wie jeder andere. Ein Tag wie jeder andere. Für mich ist es ein ganz besonderer. Er ist der Anfang. Mein leiser Neuanfang.
„LEAP AND THE NET WILL APPEAR.“
John Burroughs, ein britischer Essayist und Naturalist, hat das einmal gesagt. Wage zu springen und das Netz wird erscheinen. In der letzten Zeit sind mir diese Worte immer wieder durch den Kopf gegangen. Sie haben mich begleitet bei jedem einzelnen Schritt, den ich gemacht habe und sind auch an diesem Tag an meiner Seite. Ich wage es, ich wage den Sprung. Hinein ins Neue, ins Unbekannte. Das Netz kann ich nicht sehen, aber ich vertraue darauf, dass es mich hält.
Dieser Sprung ist das, was ich mir immer gewünscht habe. Nur wusste ich nicht, wo und wann und wie ich springen würde. In den letzten beiden Jahren habe ich viele kleine und größere Sprünge gemacht. Heute ist es an der Zeit für den größten.
Ich habe immer davon geträumt. Der Traum war wie der winzig kleine Samen einer großen Idee, die über viele Jahren heranwachsen musste. Ich habe sie genährt mit Erde aus Vertrauen, Liebe, Leichtigkeit und Mut. Denn das war es, was ich brauchte, um über meine Angst hinwegzugehen.
Wenn der Tag beginnt, ist es noch dunkel. Verschlafen blinzelt der Morgen zwischen den letzten Schatten der Nacht hervor, reckt sich, streckt sich. In den Augen ein leises Glitzern, ein Staunen, ein Kitzeln der Vorfreude über all die Wunder, Abenteuer und Überraschungen, die entdeckt werden wollen. Wie ein großes, weißes Blatt Papier breiten sich die Stunden aus, wollen beschrieben, bemalt, gestaltet werden. In den buntesten Farben und schönsten Formen.
Manchmal schenkt uns das Leben diese kleinen, zarten Momente voller Glück. Unscheinbar, unmittelbar, überraschend. Momente, die man nicht planen und nicht zuvor erahnen kann. Momente, die uns leise zuflüstern: "Halte inne und schau, wie schön das Leben ist." Es sind diese kleinen Momente, die mir so oft ein großes Lächeln ins Gesicht und ein goldenes Gefühl von Wärme und Dankbarkeit ins Herz zaubern. Wenn ich morgens vom Klang des Regens an der Fensterscheibe geweckt werde und ihm Tropfen für Tropfen beim Fallen lauschen darf.
Wie bist du heute Morgen aufgewacht? Wie fühlst du dich? Und wie fühlt sich 2017 bisher für dich an? Nach der ersten Jahreshälfte habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass dieses Jahr ein Übergang ist. Eine Brücke zwischen 'nicht mehr' und 'noch nicht'. Mit einem Bein stehe ich im Alten und mit dem anderen im Neuen und mache quasi unfreiwillig Spagat. Nicht unbedingt meine liebste Fortbewegungsart. Zum Glück stelle ich im Gespräch mit anderen aber immer wieder erleichtert fest, dass es den meisten gerade genauso geht. Auch dir?
Der Sonntag ist für mich einer der schönsten Tage der Woche. Morgens ohne Wecker wachwerden (ein paar Monate haben wir noch, bevor ein kleiner Mensch das Wecken übernimmt), genüsslich in den Federn liegen, in einem guten Buch lesen und etwas schreiben, meine Sonntagspost an meine Newslettercommunity verschicken und ein spätes Frühstück genießen. Einfach herrlich. Doch Sonntag heißt für mich nicht nur ausgiebiges Genießen und entschleunigtes Treibenlassen, sondern auch dass ich diesen Tag ganz bewusst dafür nutzen kann, um mich auf die neue Woche einzustimmen.